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Das Wesen und Verhalten

Ein Muss: Beschäftigung und Bewegung
Der Labrador Retriever ist ein sehr ausgeglichener, unerschrockener, äußerst aufgeweckter und lernfreudiger Hund mit einem großen Bewegungsbedürfnis. Der Labrador ist ein sehr aktiver Hund, der nichts lieber tut als zu arbeiten und sich zu bewegen. Mit nur einer Runde um den Block 3x am Tag wird ihm kein Gefallen getan. Viele Labradore werden, bei zuwenig Bewegung tatsächlich faul und fett, aber ebenso kann es ihnen passieren, das ihnen ihr gelangweilter Hund die Wohnung auseinander nimmt, ihren Garten verwüstet oder sich sonst allerhand Dummheiten ausdenkt. Wird aber seinen spezifischen Ansprüchen nach Beschäftigung und Bewegung genügend Rechnung getragen, ist er relativ leicht zu erziehen und auszubilden. Ausreichend gefordert und rassegerecht beschäftigt, wir dieser freundliche und stark Menschenbezogene Hund alles daran setzen, seinem Zweibeiner beim gemeinsamen Arbeiten zu gefallen. Also für ausreichend Bewegung und Beschäftigung für den Labrador muss gesorgt sein!

Der ideale Familienhund: Freundlich bis zum Abwinken
Seine überschäumenden Freudensbekundungen, mit denen er sich bei nahezu jedem freundlichen Fremden einzuschmeicheln versteht, bieten immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel. Da der Labrador Retriever ein sehr aufmerksamer und intelligenter Hund ist, gewöhnt er sich aber daran, sein Temperament zu zügeln und sein Gegenüber nur dann in Labrador Manier zu bedrängen, wenn sein Besitzer dies erlaubt. Frühzeitige Erziehung und Konsequenz im Umgang mit diesem Energiebündel sind jedoch Voraussetzung dafür. Auch der Kontakt zu Kindern ist dann unproblematisch. Ein gut aufgezogener Labrador, der von Anfang an gelernt hat, das Kinder super Spielkameraden sind, der gelernt hat, wie man mit Kindern umgeht ist sicher ein guter Begleiter für ihre Kinder. Wenn sie also zu den aktiven Menschen gehören, die viel Unterwegs sind, die genügend Zeit haben um den Labrador ausreichend zu beschäftigen, wenn sie ihren Kindern beibringen, den Hund zu respektieren und ihn nicht als Spielgerät zu sehen, den Hund mit Liebe und Konsequenz erziehen, dann ist der Labrador der ideale Familienhund.

Seine Stärke: Anpassungsfähigkeit und Lernfreude
Da der Labrador auch ein sehr feinfühliger und ausgesprochen anpassungsfähiger Hund ist, kann er mit den verschiedensten Anforderungen gut zurechtkommen. Er gilt als die am leichtesten zu erziehende Rasse und lernt schnell neue Dinge. Dank seiner Begabung eignet er sich für vielerlei Aufgaben. Nicht umsonst ist er als Blindenführ- oder Behindertenbegleithund hoch geschätzt und auch im Einsatz als Rettungs-, Drogenspür- oder Therapiehund nicht mehr wegzudenken. Sein auffallend friedfertiges und sicheres Wesen ist, neben einer ausgeprägten Spielfreude ebenfalls Grund für seinen großen Erfolg und seine weltweite Verbreitung.

Sein Erbe: Arbeitseifer
Mit Prägung und Sozialisation allein ist es bei diesen Arbeitsbegeisterten Hunden aber noch lange nicht getan. Denn gerade junge Labradore sind echte „workaholics“, die, unterfordert und nicht angemessen beschäftigt, gelegentlich auch Verhaltensweisen an den Tag legen können, die ihren Besitzern nicht immer Freude bereiten. Als Hochspezialisierte Jagdhunde für das Apportieren von (an)geschossenem Wild, haben Labrador Retriever neben ihrem starken Arbeitswillen eine ungeheure Ausdauer und auch ein gutes Stück Selbstständigkeit. Eigenschaften also, die ihren Haltern Beharrlichkeit, Konsequenz aber auch eine gehörige Portion an Geduld abverlangen.

Seine Leidenschaft: Wasser
Die Vorfahren der Labrador Retriever konnten ihren harten Arbeitsbedingungen im rauen Klima vor der Küste Neufundlands nur durch besondere Anpassungsstrategien trotzen, so u.a. durch ein stark isolierendes „doppeltes“ Haarkleid, eine robuste körperliche Konstitution und durch eine außergewöhnlich starke Wasserfreudigkeit. Unsere heutigen Labradore stehen ihren Ahnen dabei in nichts nach, denn auch sie sind Wasserfanatiker und ganz vorzügliche Schwimmer. Ihr mit dicker Unterwolle ausgestattetes wasserabweisendes Haarkleid und ihr kraftvoller Körperbau mit der typischen kräftigen Rute bieten auch ihnen ideale Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt sogar in schnell fließenden und kalten Gewässer. 

Sein Talent: Apportieren
Labrador Retriever sind dafür bekannt, mit Begeisterung alles Mögliche und Unmögliche im Fang herumzuschleppen, also zu apportieren. Die Arbeit mit Dummies bietet daher eine ideale Möglichkeit, diese fleißigen Apportierhunde, an Land wie auch im Wasser, rassegerecht zu beschäftigen. Eine Ausbildung zum

Spür-, Rettungs- oder Therapiehund, ein Gehorsamstraining zum Begleithund oder für den Wettkapmpf (z.B Obedience), spielerisch betriebener Turnierhundesport- oder Agility-Übungen sowie die Fährtensuche und natürlich der jagdliche Einsatz stellen darüber hinaus vielfältigste und abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für diesen begeisterungsfähigen Hunde dar.

Quelle: http://labrador-infos.de/

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